Trainingsprogramm

Trainingsprogramm

Gründer von Timulazu Evaline Pongrat- van der Kolk wohnt seit 2000 in Rumänien. Sie sah mit eigenen Augen, wie jungen Rumänen im Alter von 18 Jahre aus dem Heim oder z.B. aus einer Familie unvorbereitet und ohne Begleitung oder Geld auf die Straβe gesetzt wurden. Viel von diesen Rumänen kommen in die Prostitution, in der Kriminalität oder in das Gefängnis. Eine gewisse Anzahl von denen wird ungewünscht schwanger, schnupft Kleber oder lebt in Heime. Denn in Rumänien gibt es kaum soziale Fangnetze für diese Jugendlichen. Mit der Stiftung Timulazu will Evaline mit ihrer Erfahrung der Wohnbegleitung den Kreis worin die Jugendlichen sich jetzt befinden, durchbrechen.

Die Zielgruppe
Die Zielgruppe vom zweijährig Wohn- und Arbeitsprogramm besteht aus Jungs und Mädchen von 18 Jahren und älter, die in Rumänien wohnen mit ihrer Vergangenheit und haben dadurch einen Kinderschutz und Berührung bekommen.

Das Zweijährige Trainingsprogramm ist in fünf Phasen
Die Jugendlichen werden in fünf Phasen geholfen um in der rumänischen Gesellschaft zu integrieren.

Phase 1: Oktober- April
In Phase 1 vertiefen die Jugendlichen sich in den essentiellen Fragen: wer bin ich und was will ich mit meiner Zukunft? Die Teilnehmer lernen einander kennen und akzeptieren und lernen in einer gruppe zusammen zu arbeiten. Folgende Themen stehen auf das Programm: Englisch, persönliche Hygiene, seksuelle Beratung, Haushalt und kochen. Die Teilnehmer beschäftigen sich mit Gelegenheitsarbeiten und mit dem Unterhalt außerhalb und innerhalb des Campings und dem Kinderbauernhof.

Phase 2: April- Oktober
Die Jugendlichen machen im Hochsaison am Campingplatz und Kinderbauernhof Erfahrung. Sie sprechen Englisch mit ausländischen Gästen, beschäftigen sich mit Gelegenheitsarbeiten am Campingplatz und dem Kinderbauernhof und begleiten die Menschen bei Exkursionen und Aktivitäten.  Auch arbeiten die Jugendlichen als Rezeptionist: sie beantworten das Telefon und helfen den Gästen. Inzwischen denken sie nach über welche Praxiskurse sie in Phase 3 machen wollen.

Phase 3: Oktober- April
Die Teilnehmer werden eine Praxisausbildung nach ihrer Wahl absolvieren. Um in der Praxis zu üben, wird sofort eine Praktikumstelle gesucht, und wenn es die Möglichkeit gibt, die Durchstrommöglichkeiten zur festen Stelle zu besprechen. Die Jugendlichen wohnen immer noch bei Timulazu, aber die Begleitung wird beschränkter. Sie lernen: mit Arbeitszeiten um zu gehen, selbständig arbeiten und sichselber versorgen. Sie kaufen ihre eigenen Sachen ein und bereiten ihre eigenen Mahlzeite.

Phase 4: April- Oktober
Die jugendlichen verlassen ihre Elternhäuser und ziehen in einer Stadt um dort zu arbeiten. Sie Regeln selber ihre eigenen Finanzen, Arbeit und Wohlbefinden.  Die Timulazu-begleitern kommen falls nötig, ein oder zwei Mal pro Woche vorbei. Falls die Jugendlichen Hilfe brauchen, können sie immer zu ihren Begleitern kommen.

Phase 5: Anschließung
Nach 2 Jahre können die Jugendlichen für sich selbst sorgen. Aber wenn nötig, können sie immer auf Timulazu für Hilfe mit Finanzen, Arbeit und Wohlbefinden zurück fallen. Das Familiengefühl ist bei Timulazu groß und die Jugendlichen können immer auf ihren Familie rechnen.